Salon M: Die Rolle von Public Affairs als Management-Instrument

Wie verändert sich die Rolle von Public Affairs in global tätigen Unternehmen angesichts der aktuellen geopolitischen und ökonomischen Entwicklungen? Das war die zentrale Frage unseres 10. Salon M, zugleich Neujahrsempfang des BdKom - Bundesverband der Kommunikatoren. Mehr als 60 Gäste folgten der Einladung zur Diskussion mit Glenn Schmidt (Vice President Government Affairs, Market Communications Americas, Asia-Pacific, Africa, BMW Group), Claudia Oeking (Senior Vice President Public Affairs, Airbus) und Iris Brand (Global Head of Communications & Reputation, Flix). Moderiert wurde der Abend von Markus Schindler (Gründer und CEO vpn PANTARHEI).
Das sind die Kernaussagen des Abends:
Public Affairs als Brücke zwischen Politik und Unternehmensstrategie
Glenn Schmidt, BMW Group: „In der Vergangenheit waren es Kunden, die über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens entschieden haben - heute ist es immer öfter die Politik. Public Affairs muss daher in Zukunft nicht nur die Unternehmensinteressen nach außen kommunizieren, sondern diese Realität nach innen vertreten und noch stärker die Unternehmensstrategie mitgestalten.”
Public Affairs als Schlüssel im geopolitischen Wandel
Claudia Oeking, Airbus SE: „Das geopolitische Umfeld verändert sich in einem rasanten Tempo. Die bestehende Weltordnung ist Geschichte, und die Plattformen internationaler Kooperation verlieren an Bedeutung. Das hat enorme Auswirkungen auf Unternehmen, auf ihre Lieferkette etwa, auf Absatzmärkte und Profitabilität. Public Affairs muss hier in die Verantwortung gehen und aktives Risiko- und auch Chancenmanagement betreiben.”
Kommunikation für gesellschaftliche Transformation
Iris Brand, Flix SE: „Unternehmen agieren heute in politischen Kontexten. Corporate Affairs bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Weitsicht zu zeigen und faktenbasiert gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten."